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Top-Manager: Geld allein macht Spitzenkräfte in der Krise nicht mehr glücklich


Datum: 30.10.2009
Autor(en): Czerwensky Letter

Längst haben die Folgen der Krise auch die Chefetagen erreicht. Personalberater berichten, dass krisenerprobte Spitzenkräfte bei Unternehmen nach wie vor stark gefragt seien. Bei den Top-Managern habe aber ein Umdenken stattgefunden: Mit Geld allein lassen sie sich mittlerweile nicht mehr locken. Die Wechselkriterien werden anders gewichtet.

„Wir beobachten, dass sich heute Vergütungs- und Vertragsverhandlungen von denen vor der Krise unterscheiden. Das Gehalt spielt weiterhin eine große Rolle, jedoch stehen nun Themen wie Nachhaltigkeit des Arbeitsplatzes stärker im Vordergrund“, sagt Rolf E. Stokburger, Managing Partner bei der Personalberatung Boyden Global Executive Search. „Gerade Top-Manager wägen ganz genau ab, wie krisenfest das Geschäftsmodell ihres Arbeitgebers aufgestellt ist. Bei einem neuen Jobangebot wird deswegen heute vermehrt Wert auf Faktoren wie Nachhaltigkeit, Krisenresistenz und Zukunftsfähigkeit gelegt.“ Die Höhe des Gehalts, so Stokburger, spiele nicht mehr so eine große Rolle wie das Vergütungsmodell.

Und: Viel stärker achte „der Kandidat darauf, ob die Anstellungsform und das Jobprofi l auf lange Sicht zukunftsfähig sind“, so der Boyden-Manager.

Wer sich indes als Krisenmanager einen Namen gemacht hat, dem böten sich trotz der angespannten Arbeitsmarktsituation durchaus gute Chancen: „Viele Personalabteilungen nutzen die Auswirkungen der Krise, um das Angebot an Spitzenkräften neu zu sondieren. Man beobachtet genau, wer sich in Krisensituationen bewährt hat.“ Eine große „Einkaufstour“ der Unternehmen werde allerdings durch die zurückhaltende Wechselwilligkeit der Kandidaten gebremst, ergänzt Stokburger.